Vergessenes Yum Yum

Folgenden Text habe ich vor langer Zeit verfasst, jedoch nie veröffentlicht. Was eigentlich nicht schade ist, denn er ist doch irgendwie hölzern, da der Bericht ziemlich aus dem Stand geschrieben wurde und ich dabei etwas unter Zeitdruck war.

Yum Yum

Ein Bericht über eine asiatische Instant-Nudelsuppe

Also etwas skeptisch war ich schon als ich die Nudelsuppe von Yum Yum inder Hand hielt, doch was soll man machen, wenn man gerade mal 2,50 € in der Tasche hat, aber für zwei Tage was Kleines zum abemdessen haben möchte? Dann kann man sich entweder die billige 3er Packung Tiefkühlpizza kaufen oder eben Yum Yum. Vorteil bei der Nudelsuppe – Sie geht nicht so sehr auf die Hüften wie die Pizza und ist auch nicht ganz so trocken. Yum Yum gibt es in den verschiedenen Geschmackssorten: Shrimp, Beef Chicken, Curry, Ente und ein bizarres Thai Suki. Was Thai Suki ist, dass weiß ich bis heute nicht. Ich habe Thai Suki auch nicht gekauft, denn vielleicht heißt Thai Suki ja: „Erdbeermarmelade mit Thunfisch“ oder „Reste vom Küchenfußboden“. Ich habe mal im Internet recherchiert und herausgefunden, dass es auch noch Sorten wie „Kimchi“, „Pork“ und „Tom Yum Shrimp“  von asiatischen Koch- und Essfans feil geboten werden.

Ich kaufte mir also ein paar Packungen Curry und eine mit Ente, weil ich beides eigentlich immer sehr gerne im Chinarestaurant am Markt bestelle. Jemand sagte einmal, dass Entenfleisch zu trocken wäre um genießbar zu sein, aber ich denke, dass Entenfleisch sehr lecker ist überhaupt nicht trocken ist. Diese Leute wissen doch gar nicht was trocken ist. Haben die schon mal Gyros beim Griechen gegessen? Bestimmt nicht! Da wird nämlich gerne mal grobknorpeliges Aas über offenen Feuer zu Brikettfetzen gekokelt und dann als Delikatesse serviert. Dazu gibt es einen Schlangenfraß von Beilage, welcher wahrscheinlich in jedem anderen Restaurant längst in den Orkus des Mülleimers gelandet wäre. Den Namen des Restaurants, in welchem ich so etwas mal geboten bekam, werde ich aber nicht verraten.

Ich schweife vom Thema ab. Ich habe mir nun abends mir erst maleine Packung Yum Yum Curry zubereiten wollen. Schere geschnappt und Schnipp-schnapp! Die Packung geöffnet. Ein angenehmer Duft von Curry strömte aus der kleinen Tüte. Ein sogenanntes Nudelnest und ein kleines Beutelchen fluppten aus der quäkig-gelben Verpackung. Nun darf man entscheiden: entweder man kocht sich heißes Wasser und schüttet es in einer Schale mit den Nudeln und verrührtdas Ganze mit dem Pulver aus dem kleinen Beutelchen oder man nimmt einen altmodischen Kochtopf und bereitet es wie ganz normale Nudeln zu.  Ich entschied mich für die 2. Möglichkeit. Also flugs den kleinen Henkeltopf auf den Herd gestellt und 350 ml Wasser reingeschüttet. Während das Wasser langsam anfing zu köcheln, riss ich das kleine Beutelchen mit dem Gewürz auf, um mal daran zu schnuppern. „Curry! Eindeutig Curry.“ War mein erster geistreicher Gedanke. Lecker, lecker. Ich mag Curry. Also Nudeln ab in den Topf und Pülverchen drauf. Gesagt – Getan. Nach den empfohlenen 3 Minuten schwebte ein leckerer asiatischer Duft durch die Küche. Ich ließ die Nudeln trotzdem noch etwas ziehen, denn al dente mag ich Nudeln überhaupt nicht. Also noch einen kleinen Augenblick gewartet und dann ab in die Schüssel.

Jetzt steht man vor der 2. kniffligen Frage: Esse ich das Ganze mit Gabel, Löffel oder gar beidem? Original Essstäbchen habe ich nich und die alten Schaschlikspieße vom Grillfest letztenjahres wollte ich nicht umfunktionieren. Ich habe zuerst das Ganze  mit einem Löffel versucht zu essen. Es kam mir vor wie ein schlechter Sketch… dauernd rutschen die Nudeln runter. Ich versuchte wie ein Fischer einzelne Nudeln zu erwischen und war stolz, wenn ich mal eine erwischt habe und dann endlich genießen konnte. Genauso gut hätte ich versuchen können mit Boxhandschuhen zu essen. Folglich wurde der Löffel verflucht und durch eine Gabel ersetzt. Jetzt waren die Nudeln dran! Eine nach der anderen verschwand vom Teller und durfte sich dann in meinem Magen weiterrekeln. Nach um nach entstand ein neues Problem. Die flüssige Suppe… Suppe mit eine Gabel essen ist so gut wie nicht möglich. as ist eher was für schräge Leute, die sonst nicht besseres zu tun haben. Leute, die siamesische Briefmarken sammeln, mit einem Leguan an der Leine spazieren gehen und ihren Wagen aus der Garage ziehen, um so ein paar Meter Benzin zu sparen. So einer bin ich eigentlich nicht. Ich kann zwar meine Tagespläne ziemlich genau auf einen Zeichenkarton niederschrieben und habe sogar genug Zeit um so einen merkwürdigen Bericht wie diesen über Instant-Nudelsuppen zu schreiben, aber schräg bin ich nicht.

Zurück zür Süpp. Sie schmeckt herrlich nach Curry. Der Name auf der Verpackung hat nicht zu wenig versprochen. Ich kann den Geschmack jetzt nicht analysieren wie manch ein Weintrinker seinen edlen Tropfen und deswegen so was wie blumig oder hölzern rausschmecken. Trotzdem mundete das Nudelgeschnetz mir sehr gut und kann sie getrost allen Freunden des schnellen, günstigen, scharfen Essens nur wärmsten empfehlen.

Einen Tag später machte ich mich über die Packung mit dem Entengeschmack her. Die Kochprozedur muss ich ja hier jetzt nicht wiederholen. Es ist immer das Gleiche. Wasser kochen, Nudeln mit Puver rein, paar Minuten warten, fertig! Das Einzige was erwähnenswert scheint ist der Inhalt des YumYum Beutels. Es befinden sich sage und schreibe 3 kleine Tüten verschiedensten Inhalts darin. Im ersten war eine gallertartige  Flüssigkeit. Sah ziemlich eklig aus. Sollte wohl das auf der Verpackungsfront offerierte Öl sein. Im zweiten Tütchen war ein grünes, undefinierbares Gewürz und im Drittendas ein wahrscheinlich scharfes, rotes Gewürz. Von Ente sah und roch man nicht viel. Nachdem ich von den Fehlern des Vortages gelernt habe,  habe ich mich nun zum zum Verzehr der Nudeln mit dem gleichzeitigen Gebrauch von Löffel und Gabel entschieden. Ich wickelte die Nudeln wie Spaghetti auf und tunkte sie noch einmal in die Suppe. Klappte super. „Für den Verzehr eignet sich am besten die Spaghetti-Esstechnik“ sollte man vielleicht noch die Verpackungsrückseite aufdrucken. DerGeschmack war auch hier wieder angenehm scharf. Schon fast schärfer als die Curryvariante. Nichtsdestotrotz liebe ich scharfes Essen. Vor Chili con Carne kann ich selten halt machen und vor einiger Zeit habe ich in Berlin ein sogenanntes 3-Way Chili genießen dürfen. Chili con Carne, Makkaroniund das ganze mit Käse überbacken. In meinen Lebensmittelchart ein absoluter Tophit und in den obersten Top 5.Ob mir nun Ente oder Curry besser geschmeckt hat? Nun ja, ich würde sagen, dass das Curry ungefähr 0,5 Punkte mehr verdient hat, da es einhält was es verspricht. Ente schmeckt zwar auch toll, aber eben nur wenig nach Ente. Genauso gut hätte man eine Ente an dem Brühtopf vorbeigehen lassen können, um so einen Entengeschmack zu erhalten.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Yum Yum Gerichte Duck/Ente und Curry was für den kleinen Geldbeutel und den ebenso großen Hunger sind. Freunde des scharfen Essens haben hier ihre Freude. Die Nudeln werden nicht matschig oder bleiben eklig zäh, sondern lassen sich mindestens so gut essen wie die leckeren Spaghetti von Miracoli. Ein Beutel Yum Yum kostet € 0,39 und beinhaltet 60 Gramm Nudeln. Das reicht für einen Teller. Ich empfehle die Mischung aus 2 Beuteln für eine vollkommen ausreichende Mittagsmahlzeit. Warum nicht mal Ente und Curry mischen? Das werde ich demnächst mal tun.

Der Polizeikasper jagt einen gefährlichen Mann

Der Polizeikasper jagt einen gefährlichen Mann

Der Polizeikasper jagt einen gefährlichen Mann

Bitte nicht verwechseln

Gestern Nacht stand ich vor dem Kühlschrank und schaute auf die traurige abgepackte Wurst. „Lotsenwurst“ prangte in weißer Schrift auf rotem Grund.

Langweilige Gedankengänge:  Wieso eigentlich Lotsenwurst? Ist da Lotse drin? Wo werden Lotsen gezüchtet? Was heißt Lotse auf englisch? wie erklärt man das Wort Lotse? – Eine Art Seemann der Schiffe… Ach ne, es gibt ja auch Fluglotsen…hm… Synonym für Lotse…Einweiser!

Doch dann der Knaller der Gedankengänge:

Lotse = Einweiser

Laotse = ein Weiser

Natürlich kommt so ein schöner Gedankengang kurz vor dem Einschlafen und ich habe wirklich gehofft, dass ich mich am nächsten Tag noch darin erinnere. Und wie man sieht: Es hat geklappt. Da bin doch ein wenig stolz auf mich, denn sonst vergesse ich so ziemlich alles, außer den Sachen, die anderen vollkommen unwichtig erscheinen. Ich frage mich, ob schon einmal jemand gerade diesen Gedankengang hatte. Wenn ja, dann würde ich ihn oder sie gerne einmal kennenlernen.

Kindermund (Schon einmal erzählt, jetzt vercomict)

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Nach dem Zoobesuch schwor sich Karl nie wieder ein Rumpsteak zu essen.

Karl und das Rump

Ich erzähl jetzt mal von früher, weil das kann ich ja ganz gut… Teil II

Hallo nochmal und willkommen beim zweiten Teil der großen Saga „Wir haben keine gute Musik im In- und Ausland II“

Nachdem Deutschland endlich wieder ein ganzes war und Globus und Atlantenhersteller sich die Finger rieben, folgte eine weitere Klassenfahrt im Jahre des Herrn 1992 nach Glücksburg.

Anno Domini 1992

Regen peitschte gegen das Busfenster. Die eisige Kälte ging durch Mark und Bein. Doch der Tau löste sich morgens schon auf und unerträgliche Hitze und Trockenheit lag flimmernd über dem Lande. Die Dächer bogen sich unter ihrer Schneelast.

So oder so ähnlich merkwürdig wie diese Wetterbeschreibung kam mir auch diese Klassenfahrt vor. Es wird mal wieder eine Klassenfahrt mit einem musikalischen Griff ins Klo werden, denn wir haben die Neuziger. Die Neunziger waren in vielerlei Hinsicht ein Verbrechen an der Musikwelt. Alles stürzte sich plötzlich auf Synthesizer und gute Songs wurden von der Industrie so gut wie möglich verwurstet. In den Musikvideos sang eigentlich immer eine Frau zu stampfenden Beat und ein Schwarzer tanzte dazu und rappte kurz was in die Kamera, bevor Madame wieder den Rhythmus angab. Dazu waren diese Leute fast immer unmöglich gekleidet. Nachwehen der ‘80er.

Nun waren wir also in Glücksburg angekommen. Ich kann mich nicht wirklich gut an diese Klassenfahrt erinnern, aber ich weiß noch, dass die Baracken, welche wir bewohnten irgendwie einen drahtigen Militärtouch hatten. Schrieb ich gerade drahtig? Elenden und grau würde besser passen. Vor diesen Blockhütten war als Freizeitbeschäftigung eine Tischtennisplatte aus Beton gegossen. Ein echtes Ungetüm, welches wahrscheinlich noch vom Hitler Architekten Albert Speer persönlich entworfen wurde. In den Baracken war es nicht viel gemütlicher als draußen. 10 aufgestapelte Stangenbetten sollte uns Quartier bieten. Vor dem Schlafgemach noch ein kleiner Aufenthaltsraum und ganz hinten eine Kasernendusche mit warmen Wasser für ungefähr 2 Minuten. Grandios, wenn man bedenkt, dass wir ca. 8 Bewohner sind und eigentlich so eine morgendliche Dusche begrüßten. Nicht so sehr begrüßen konnte ich die Musikauswahl, die die Mädchen da den ganzen Tag daherträllerten. Es war so ein typisches 90’s Lied… Ich schau mal kurz nach. Ja! Das ist es! Inner Circle – Sweat (A-la-la-la-la-long) Kotz! Würg! Noch heute erinnert mich dieses furchtbarer Lied an diese eigentlich gar nicht soo schlimme Zeit. Ich hab zwar echt Probleme in Mathe gehabt, da ich in der Grundschule nicht gerade die besten Voraussetzungen mit der Peitsche eingeprügelt bekommen habe (Siehe Teil I) und auch mein neuer Mathelehrer lieber Kopfstände auf dem Lehrerpult machte statt Unterricht, (Kopfstände auf Lehrerpult? Glaubste nicht? Erzähl ich später vielleicht mal) aber alle anderen Lehrer waren eigentlich Ok und die Klasse war auch wesentlich ausgeglichener.

Die Klassenfahrt war an sich reichlich unspektakulär und die kleinen Highlights waren eigentlich keine. Nachtwanderung, am Strand rumlaufen, Steine nach Schwänen werfen und ganz viel Ärger dafür bekommen, lange Nächte mit Autoquartetten und einer nicht ganz kindergeeigneten Satire-Zeitschrift „Kowalski“. Langweilige Highlights wie Knete im Aufenthaltsraum finden und irgendwelchen Mist damit fabrizieren, kalte Duschen und immer wieder A-la-la-la-la-Long-trällernde Mädchen.

Einziges Highlight war eigentlich bereits zum Anfang. es muss so erste oder zweite Nacht gewesen sein als zwei auf die Schnapsidee gekommen sind mal draußen ein bisschen sich umzukucken. also sind diese dann mit Taschenlampen und Diebesgeschick aus dem Fenster geklettert und haben einen Rundgang durch die nähere Umgebung gemacht. Als sie dann wieder gekommen sind, erzählten sie von dem Friedhof der nahe liegenden Kirche und das da ‘nen Grabstein geleuchtet habe soll. Daraufhin sind dann bestimmt 4 weitere so mutig und schlossen sich ihnen zu einem zweiten Nachtmarsch an. Da waren wir 4 braven, aber irgendwie übrig gebliebenen Insassen nun und warteten. Als dann draußen Gejohle und Gelächter in unseren Kabuff drang wollten wir auch mal sehen was da nun so interessant war. Also Vorhang auf und et voila! Draussen laufen die 6 Chaoten rum und werfen mit Frisbeescheiben. Verdammt! Merken die denn gar nichts? Der Lehrer schläft nur ein Haus weiter und die 6 Typen im Nachthemd veranstalten hier den unschwulen Christopher-Streets-Day. Pflichtbewusst öffnete ich das Fenster und wollte sie warnen, doch keiner hörte auf mich. ich dann raus und wollte gerade sagen, dass es jetzt wirklich der schlechteste zeitpunkt für sowas wäre, da stand plötzlich mein Lehrer neben mir und zeigte mit dem Finger auf mich: „Alle rein! Morgen Strafarbeit!“ – „Ähhhm, ich wollte die gerade reinholen! Ehrlich!“ – „Nix da! hab dich hier draussen erwischt und du bekommst die gleiche Strafe!“

Version für Hartgesottene aber dafür auch die ehrlichere Version: (Empfindsame springen einfach einen Absatz weiter) *langsam immer lauter werdend* Naaaaa toll. Den Rest der verschissenen Woche verbrachten wir nun damit nach jeder verdammten Mahlzeit den verkackten Abwasch zu machen. Bah! Können diese Fucker denn nur fressen? und wieso ißt nie jemand seinen Teller auf und man muss den stinkenden Scheiß dann auch noch entsorgen bevor man abwaschen kann? Tische putzen? Ach auch noch auf dem Boden kriechen und sauber machen? Da liegt noch ein ranziger Champignon in der Ecke? Ich hasse Pilze und dann auch noch so nen angegnabbeltes Ding mit bloßen Händen vom Fussboden auflesen? Ich glaub ihr habt nen Arsch auf! Ich wollte euch nur helfen und jetzt muss ich hier mit euch die Pissarbeit machen und den Diener für die Braven spielen! Während die Mädchen weiter ihr A-La-La-La-La-Long jubeln? Idioten!***

Version für die Empfindsamen: Ich habe die Strafarbeit nicht sonderlich wohl gemocht.

Tagelang Frondienste und Inner-Circle. Das war wirklich nicht die beste Woche meines Lebens. Ein herber Schlag gegen das Gerechtigkeitsempfinden meines Sternzeichens Waage!

Nächstes mal geht’s ab ins sonnige Italien ‘97!

Ende Teil II von V

Ich erzähl jetzt mal von früher, weil das kann ich ja ganz gut… Teil I

Mahlzeit allerseits!

Eine neue Kategorie ist heute entstanden. Sie lautet: „Ich erzähl jetzt mal von früher, weil das kann ich ja ganz gut…“ Das ist nen super Einsteiger, wenn man was von damals oder eben früher erzählt. Es hat so ein wenig was von dem ewigen „Ja, Hallo erstmal. Ich bin mir nicht sicher, ob sie es schon wussten, aber…“ von Rüdiger Hoffmann als er noch witzig war.

Mit meinem fortgeschrittenen Alter, aber immer noch mopsfidel und guter Dinge, kann ich ja schon von früher erzählen, weil es ja auch inzwischen mehr als ne ganze Dekade zwischen mir und den jüngsten Fröschen, die ich als Freunde oder gar Verwandte bezeichne liegt. Ich kann natürlich keine Geschichten vom Kriege zum besten geben und auch nicht von den alten Kameraden berichten. Ich habe auch keine Hänse, Gustave oder Wilhelme in meinem näheren Freundeskreis, obwohl mir gerade das Wort Gustave ins Auge springt. Klingt irgendwie wie ein Begriff aus der Musik.

Doch zurück in die graue Vergangenheit und dem Beginn der Geschichte: „Wir haben keine gute Musik im In- und Ausland I“

Anno Domini 1990

Ich war noch auf der Grundschule in der 4. Klasse und sollten zum Abschluss noch einmal Sylt unsicher machen. Wir waren eine Klasse aus 5 Jungs und mindestens drei mal so vielen Mädchen. Was nicht gerade so schön war, denn in dem Alter sind Mädchen aus der Sicht von Jungs einfach nur doof. Doch das schweißte unsere kleine Jungsgemeinschaft noch viel mehr zusammen. Wir waren der schmuddelige Patrick, der Torsten mit den Borsten, der Kasper-Jan, der sportliche Christian und der stets mit den Gedanken woandersseiende ich. Ich kann mich eigentlich wirklich nur ganz vage an die Klassenfahrt erinnern, weil ich auch so ziemlich alles andere aus der Zeit verdrängt habe. Die Zeit in der Grundschule war nämlich nicht nur aufgrund des Mädchenüberschusses unschön, sondern auch durch die Tatsache, dass jeder irgendwie Probleme mit der Klassenlehrerin hatte. Das war wirklich kein Zuckerschlecken mit der. Wenn jemand z.B. in Sport nicht mitmachen wollte, weil dieser jener vielleicht Angst hatte vor dem Kastenspringen oder kein Seilspringen konnte, dann wurde dieser in die Ecke der Sporthalle gestellt und alle musste dann mit dem Finger auf den selben zeigen und dann auslachen. Den Rest der Stunde durfte der arme Tropf dann im geschlossenen Geräteschuppen verbringen. So war das bei uns! Käpt’n Ahab und Käpt’n Bligh von der Bounty in einer Person durfte uns durch die Schule prügeln. Sir Winston Churchill prophezeite einst etwas von Blut, Schweiß und Tränen. Bei uns traf sein Fluch dann ein. Doch zurück zur lustigen Klassenfahrt. Tagsüber durften wir lange Fußmärsche zurücklegen. Wir sahen wahrscheinlich aus wie die Zwangarbeiter aus dem Film „Die Brücke am Kwai“ nur eben mit Gummistiefeln und kleiner. Abends wurden dann Brettspiele wie „Wer ist es?“ oder auch mal Tischtennis gespielt. Ich hatte auch so ein tolles Telespiel vom Film Werner mit. Wer jetzt nicht weiß was das ist: Ein Telespiel war so ‘ne Art Vorläufer vom Gameboy und hatte eigentlich immer nur zwei Tasten. Aufgabe in dem Spiel war es Motorräder zu überholen und das Spiel wurde dabei langsam immer schneller. Jedenfalls war das Teil die Woche über ein heimlicher Star in unserem Zimmer.

Nachts haben wir immer mit Taschenlampen irgendwelchen Unfug gemacht und aus Witzbüchern vorgelesen. Ich habe so ein Geisteswerk letztens sogar wieder gefunden und mal daraus gelesen. Meine Herren! Wir waren damals noch sehr leicht zu erheitern. Ich weiß noch, dass Torsten immer als erstes einschlief und dann immer mit offenen Mund gepennt hatte. Da ich in dem Etagebett über ihm schlief, konnte ich dann ihm immer wie ein Zahnarzt in den Mund leuchten und die Stimmung erreichte dann prompt den Siedepunkt.

Nebenbei: Schmuddel-Patrick hieß so weil er irgendwie immer nach Rauch roch, irgendwie ungewaschen und wie eine vergessene Fensterpflanze aussah. Dazu eine große Bill-Gates Gedächtnisbrille. Der Kasper-Jan hieß so, weil er immer etwas vorlaut war und häufig in der Klasse alleine in der Mitte an den sogenannten Kaspertisch sitzen musste. Eigentlich war dieses aber dann keine Bestrafung, sondern eher eine Bühne für ihn, denn jetzt konnte ihn immer jeder sehen und hören was er gerade so machte (und er machte viel). Der sportliche Christian war wirklich ‘ne Granate in Sport. Keiner kam auch nur annähernd an seine Leistungen heran. Dafür schwächelte er leider in so ziemlich allen anderen Fächern. Der Torsten mit den Borsten ist nun wirklich keine Neuheit. Als er allerdings dann eines Tages aufgrund einer unfreiwilligen Läusebehausung in seinen Haaren mit einer Glatze in der Schule ankam, hatte er sich seinen Spitznamen automatisch vergoldet. Jedoch ist ja bekanntlich nicht alles ist Gold was glänzend ist. Glänzend war jedenfalls für die nächsten Tage sein Haupt. Und ich? Ich war wahrscheinlich der Typ, der vom Unterricht nichts mitbekommt, weil er sich mit anderen Sachen beschäftigt hat. Ich habe mich zu meiner Rechten mit Torsten unterhalten oder zu meiner Linken mit dem Kasper-Jan amüsiert, falls er dann mal wieder auf seinen ursprünglichen Platz wieder setzen durfte.  Mich haben meine Zeichnungen oder Tagträumerein einfach mehr begeistern können als so was wie Mathematik oder das merkwürdige HSU (Heimat – und Sachkunde). In HSU haben wir dann so Sachen gelernt wie „Wie funktioniert eine Glühbirne?“ oder „Die Kreise in Schleswig-Holstein und ihre Kreisstädte“ (Vor allem der witzige Name Ratzeburg hat’s mir damals angetan) In Musik haben wir allen ernstes mal Tierlaute machen sollen und als dann eine Mitschülerin ein Lineal 3/4 über die Tischkante legte und dieses dann an der überstehenden Seite nach unten drückte und wieder los lies, wurde doch wirklich von meiner Klassenlehrerin behauptet, dass sich das wie eine Ente anhöre. Für mich klang es wie ein Lineal, dass auf eine Tischkante gelegt, gespannt und losgelassen wurde. Heute würde ich es als eine Art Zeichentrick-Erektions-Geräusch bezeichnen.

Zurück nach Sylt: Morgens wurden wir dann immer von einem super-krächzigen und viel zu lauten Lautsprecher geweckt. Es wurden dann immer irgendwelche mehr oder weniger aktuelle und bei Kindern beliebte Lieder aus dem Krächzteil gepresst und sollte uns so auf den lustigen Dauermarsch durch Sturm und Sand von Rantum nach Westerland motivieren. Am Frühstückstisch gab es dann belegte Graubrotscheiben oder übrig gebliebene Brötchen von den Tafeln oder einer anderen Wohlfahrtsorganisation. Für mich als damaliger Nutella-Freak gab es nicht wirklich guten Ersatz. Nur der Kakao konnte einigermaßen als eine Art Dip für mein Steinbrötchen herhalten. Ein wenig wie im Knast.

Dann war wieder Dauermarsch angesagt. Ich kann euch nur sagen, dass die 7,5 Kilometer als kleiner Pimpf mit Gummistiefeln am Strand die Hölle sind. Da sieht man Westerland schon vom weiten und es kommt auch nach Stunden irgendwie nicht näher. Als wir dann endlich da waren, wurden wir auch sofort mit einem Bus wieder ins „Heim“ gefahren. Dort wurden dann erstmal die Blasen an den Füßen aufgestochen. Auauau. Kein guter Tag.

Doch jeden Morgen Gequäke und Gedröhne aus dem verfluchten Lautsprecher. Immer die selben „Hits“. Einzig schön war es mal als dann ein einziges mal die Titelmelodie von Werner – Beinhart gespielt wurde. Geil,geil,geil. Ein Film, den wir eigentlich aufgrund unseres Alters nicht kannten, aber die Figur Werner um so mehr liebten. Frühstück – Zwangsarbeit – Abendessen – Quatsch machen. So vergingen die Tage wie in Zeitlupe. Ein Abend war besonders schrecklich, weil da sollten wir dann mal spontan ein Liedchen für die Lehrerin lernen und dann zusammen singen. „My bonnie is over the ocean“ ist wahrscheinlich der Titel, den ich wohl bist heute am meisten hasse. Vor allem weil keiner was mit dem Text anfangen konnte. Keiner von uns war damals wirklich dem englischen mächtig und so hat man dann frei übersetzt, dass da wohl eine Frau namens Bonnie auf einem Ozean ist und dass sie doch bitte wieder herkommen möge. *Sing Sang*  Ich lag auf einem Pillo (Keine Ahnung was das sein sollte) Ich lag auf meinem Bett, ich lag dann wieder auf dem ominösen Pillo und träumte, das diese Bonnie tot wäre. *Sing Sang* Winde gingen über den Ozean und brachten mir dann die tote Bonnie zurück (angespült wahrscheinlich). Ein furchtbares Lied!

Bei einem unserer Märsche ging dann beinahe unser Christian und unser Torsten verloren. Wir besuchten gerade die ziemlich abseits gelegene Wanderdüne als beide plötzlich nicht mehr bei uns waren. Wir durften dann mit dem Aushilfslehrer weiter gehen, während die Olsche Peitschenlady alias meine Klassenlehrerin sich auf die Suche machen durfte.Hui. das war aufregend. Wenn die von der Düne verschluckt worden wären, dann hätte sie bestimmt ganz viel ärger bekommen und müsste bestimmt ins Gefängnis, allerdings war der Preis uns dann doch zu hoch und wir waren dann doch froh als 3 uns wohlbekannte Gestalten endlich wieder einholten.

Zusatzerinnerung: Während der Wartezeit habe ich mir an einem gammligen Kiosk bei einem gammligen Kioskverkäufer eine rosa Dose mit Hubbabubba Limo gekauft. die Dose war noch Jahrelang in meinem Besitz.

Doch auch jede Strafexpedition hat mal ein Ende und wir waren doch sehr froh nach einer langen Zugfahrt wieder in heimischen Gefilden zu sein. Das war eine Woche voller Strapazen, schlechter, lauter Musik und Erkenntnissen von Torstens Mundhöhle.

Epilog

Patrick habe ich nach der Grundschule eigentlich nie wieder gesehen und weiß bis heute nicht was er macht

Torsten ist mit mir zur realschule gegangen und war dann noch auf einer weiterführenden Schule. Mehr weiß ich nicht.

Kasper-Jan wurde damals mein bester Kumpel und wir sind dann auch zusammen zur realschule gegangen und haben noch lange Kontakt gehabt. Inzwischen hat er geheiratet.

Christian hat sich als Jugendlicher leider durch einen Unfall selbst erschossen. Sehr traurig.

Und ich bin nach der Realschule auf diversen Schulen und noch diverseren Arbeiten und Diensten nachgegangen. Mir geht’s soweit gut und momentan schreibe den Abschluss dieser Geschichte.

Ende Teil I von V

Die Welt lag 2,8 Dekaden im Irrtum

Worum geht es? Vielleicht einen Verhöhrer? Könnte ich machen. Ich habe wirklich bis vor ein paar Tagen gedacht, dass Louis Armstrong in seinem allround Klassiker „Wonderful World“ in der Passage

„I see skies of blue
and clouds of white.
The bright blessed day,
the dark sacred night.“

folgendes gesungen hat:

„I see skies of blue
and clouds of white.
The bright blessed day,
the dogs say good night.“

Doch eigentlich wollte ich nicht über diesen Irrtum schreiben, sondern über die ungehöre Unglaublichkeit, die mir letztens passiert ist. Da saß ich nun vor dem StudiVZ und wollte irgendetwas Geistreiches oder Geistloses in den unbeliebten Buschfunk tippen und mal wieder etwas in den Freundeskreis ölken (ausgedachtes Wort, könnte falsch sein). Also stellte ich eine Frage über das Spielverhalten von Kindern. Kurz darauf ereilten mich plötzlich ungläubige Fragen über diesen kleinen Satz. Ich fand die Fragen eigentlich eher typisch „ach, ihr-seit-ja-zu-jung-dafür“ aber nachdem ich auch schon von gleichaltrigen und sogar älteren gefragt wurde, wollte ich schnell recherchieren und es diesen Leuten allen zeigen. Doch meine Suche bei Google ergab satte 0 (sprich: Null) Ergebnisse. Ich schaute nochmal in das kleine Eintippselfenster, ob ich auch alles richtig geschrieben hatte. Doch vergebens. Mein Suchbegriff ergab wirklich keinen einzigen Treffer weltweit. Was hatte ich da eigentlich gesucht? Was hatte ich ins StudiVZ eingetragen? Ich habe eine kleine Frage gestellt: „Spielen Kinder eigentlich noch mit Propperpfeilen?“ Doch die Suche nach Propperpfeilen verlief äußerst ergebnislos. Kein Mensch auf dieser Welt außer mir anscheinend kennt Propperpfeile! Als ich noch in dem Alter war als Waschbecken noch ziemlich hoch waren und sowas wie Schule noch ziemliches Neuland war, da gab es diesen Begriff zwischen mir und zwei Nachbarskindern. Einer der beiden hatte sogar einen zum bloßen Werfen gegen Glasscheiben. Ihr wisst immer noch nicht was Propperpfeile sind?

Liebe Welt: Propperpfeile sind diese Spielpfeile mit ‘nem Saugnapf vorne dran. Muss man euch denn alles erklären? Ich finde aber, dass der Ausdruck „Spielzeugpfeile mit Saugnapf vorne dran“ irgendwie nach Bundeswehrjargon klingt. Da gibt es ja auch die berühmten „Handschuhe, Winter, grau, links“. Das ist doch ausgemachter Käse. Propperpfeile heißen die Dinger, die man entweder in einen Bogen spannt oder ein ein Spielzeuggewehr mit echter Schussfunktion lädt. Die bleiben dann an Fensterscheiben oder glatten Oberflächen dann pappen. Man könnte auch Minipömpel oder Minisaugglocke dazu sagen.

Der Ältere von den beiden Nachbarjungs hatte eben sogar einen zum bloßen Werfen. Der Pfeil war so ca 20cm lang und der Saugnapf vorne hat nen Durchmesser von etwa 4-5 cm. Diese Angaben hören sich jetzt für manche Schweinchen wieder extrem lustig an (Kinder spielen mit ihren 20cm langen… Har Har! Durchmesser… Har! Har! Saugnapf…LOL/ Schweigt ihr Schwachmaten!)  Ach ja. Blau war er auch. (Der Pfeil – nicht der Nachbar) Nun liebe Welt weißt du was Propperpfeile sind und der allererste Eintrag in Google ist gemacht. Nach bald 29 Jahren wurde da aber auch Zeit.

2 Jahre in den Kleidern einer Toten

Juppheidi und Juppheida. Da bin ich ich schon wieder und habe Neues zu berichten. Doch Schluß mit Kasperlaune und loserzählt.

Aaaalso: Ich war mal wieder auf einen meiner Botengänge und sollte eigentlich nur ein Päckchen bei einer nahen Wäscherei abgeben. Warum bei einer Wäscherei? Weil der Reinungsfritze als Nebenverdienst mit dem Hermesversand sich auch mal etwas vergolden lassen möchte. Also was mir bei der Wäscherei schon immer aufgefallen ist, ist das alle Leute da gegen die Tür rennen. Die Eingangstür steht nämlich einen Spalt weit über und man denkt das man drücken muss, um den Laden zu betreten. Nix da. Bumm! Stirnabdruck an der Scheibe. Jedenfalls für die ganz eiligen Leute. Jetzt habe ich aber den Kniff raus und zögere jedesmal eine Sekunde vor dieser Tür und überlege, ob man nun ziehen oder drücken sollte. Die richtige Entscheidung fällt mir jedes mal leichter.

Doch was war nun in dieser Wäscherei so Aufregendes? Objektiv betrachtet nicht viel. Eine Wäscherin im Kittel, eine Wäschereimeisterurkunde an der Wand, eine Tür stand sperrangelweit offen und ich konnte ein Kind im Garten beim fröhlichen Schaukeln erkennen.  Achja, und eben ein Kunde, der auch recht unauffällig war. Er trug also jetzt keine karnevalsverdächtigen Klamotten oder wackelte auf einem Einrad vor dem Tresen. Nein, ein Typ vom Schlage „Normalo“ Das einzig Interessante war aber die Geschichte (Neumund sagt auch Story) die da passierte.

Das Gespräch in das ich da reinplatzte ging um ein verwechseltes Kleidungsstück. Der Herr vor mir hatte nämlich eine schwarze Bluse, die nicht die seine war zurückgeben wollen. Die Wäscherin kucke etwas irritiert und suchte dann nach seinem Kleidungstück im Lager mit den sauberen Klamotten. Peinlich berührt schlich sie wieder heraus als die Suche sich als ergebnislos bzw. negativ erwies. Als aber der Herr meinte, dass er ja sogar Verständnis dafür hätte, dass sein Kleidungsstück nicht mehr vorhanden wäre, weil er das ja vor ca 2 JAHREN hier abgeben hätte, fiel der Waschfrau und mir doch die Kinnlade ein Stück tiefer. Er erklärte es damit, das er mal vor 2 Jahren ein schwarzes Hemd zum reinigen abgab und dann wohl in aller Eile den Fehler nicht bemerkt hätte und statt des Hemdes eine Damenbluse nun sein Eigentum nennen durfte. Als er nun das Hemd mal wieder anziehen wollte, wer er sehr verdutzt über diese Bluse und eilte zur Reinigung, um den Fehler zu beheben. Das alles war dem Mann offensichtlich peinlich, gerade wo ich als Aussenstehender in diesem ca. 10 m² großen Laden nur vielleicht einen Meter von ihm weg stand und jede Silbe mitbekam. Miss Blitzeblank hat jedenfalls kurz ihre Chefin angerufen, um die Sache mit der Garantie zu klären, allerdings wäre da nach 2 Jahren wenig zu machen und er durfte sogar das Hemd mitnehmen, weil die Vorbesitzerin inzwischen verstorben war. (Insiderwissen der Frau) Nun haben wir alle Drei etwas bekommen. Der Mann eine schwarze Bluse einer inzwischen toten Frau, die Wäscherin und ich eine Geschichte zum erzählen.

Zufrieden und eine kleine Geschichte reicher gab ich mein Paket ab.

Die Unsportlichkeit der Klein-Erna

Horch was kommt von draussen rein? Hollahi Hollaho!

Das ist ein Lied/Leid, welches wir noch in der 12. Klasse singend und tanzend im Sportunterricht zum besten geben durften. Unser Lehrer Herr B. war so drauf. Da durften wir uns auch noch in der allerersten Stunde einen 1 1/2 stündigen Vortrag über die fleissigen Deutschen und die müßigen Südländer und slawische Völker anhören. „Gesunder Körper – Gesunder Geist!“ Waren dann die Schlußworte und irgendwie verließen wir mit doch sehr gemischten Gefühlen die Sporthalle. Vorallem unserer Türkin muss diese doch eher „40er-Jahre Erziehung“ schwer im Magen gelegen haben. Doch ich bin gerade schräg ab in den Abhang des Abweges gerast, denn eigentlich wollte ich auf das „Horch!“ näher eingehen. Nicht nur, dass dieses Wort irgendwie mindestens so altertümlich ist, wie die Sportmethoden des Herrn B. Au contraire! Horchen sollte jeder mal ein wenig mehr. Dann kann man wirklich bizarre Sachen wahrnehmen. So wie ich letztens gerade von der Bank  gekommen bin und mir eine Mutter mit ca. dreijähriger Tochter  entgegenkam. Die Mutter schleckte gerade ein Eis und der kleine Zwerg betatschte einen Aufsteller vom Balzer-Bäcker. Als Mutti allerdings weitergehen wollte rief sie dann ruhig aber bestimmt: „Kommst du bitte? Sonst ess ich dein Eis auf.“ Die Reaktion der Kleinen gab mir dann den Anlass für diesen Text. Denn ich habe doch sehr grinsen müssen über die Antwort der Kleinen. Ihr müsst mal eure Stimme so hoch wie möglich verstellen, so dass ihr klingt wie ein Dreijähriges Mädchen. Ganz hoch und fast schon piepsig. Und dann das selbe rufen wie Klein-Erna: „Neiiiiiiiiiin! Iß nicht mein Eiiiis auf! Du….. Aaaarschloooch!“

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(künstlerische Pause, um die Sache erstmal sacken zu lassen)

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Ja. Ganz richtig. Dieses kleine Etwas rief da eben eine Beleidigung aus, die eigentlich doch nicht in Kindermund gehört. Nichts mit „doofe Nuss“ oder „Blödmann“. Nein, gleich eine ganze Stufe höher und eher in das Genre der ca. 10 Jahre älteren Menschen verfallen. Obwohl dieses Wort doch eher meistes gebrüllt, geschrien oder zumindest aus Anstand gemurmelt wird, fand ich die gepiepste Schni-Schna-Schnappi-Kinderversion doch bisher am goldigsten. Weder Mutter noch Kind sahen nach dem sogenannten „Präkariat“ aus und eigentlich war auch die matriachale Drohung eher liebevoll als gehässig, aber die Reaktion war echt einen Asbach Uralt wert. Ich hätte zumindest gerne einen gehabt, damit meine Mundwinkel wieder entkrampfen konnten.

Grins, Grins, Grins. Der Tag war gerettet.

Lecker, Lecker – Mjam, Mjam

Was man nicht so alles sieht. Da sehe ichin der Fussgängerzone Leute am essen. Eigentlich nichts ungewöhnliches, allerdings ist diese Familie da irgendwie komisch. Die 5 Personen setzen sich nämlich mitten auf den Boden am Blumenkasten und dinieren dort. Nicht das dort dauernt die Hunde ihre Marke setzen und auch mal das eine oder andere Kaugummi hingepflastert wird. Da sitzt nun Mann mit Frau und drei kleinen Kindern in dieser Schmuddelecke und speisen aus einem Happy Meal Karton von McDonalds. Ein Kind kleckert munter mit Chicken McNuggets und Sauce auf dem Boden herum und der ältere Bruder stopft sich die Fritten rein. Ich beobachte weiter die Situation und wollte schon den wachsamen Bürger spielen als die Bande dann denn Müll und Essenreste froh verteilt hatten und sich langsam wieder auf den Weg machen wollten. Doch dann hat Papa die Verpackungen eingesammelt und in den Karton gestopft. Diesen dann in den nahen Mülleimer entsorgt. So weit so gut. Aber was ist mitden verstreuten Pommes? Das hat sichder gute MAnn dann auch gefragt und hat sie dann Stück für Stück von der Straße aufgesammelt. Diese Hand voller Fussel und Klebefritten hat er dann ebenfalls in den gleichen Mülleimer entsorgt. Doch dann: Pfui! Pfui! Pfui! Leckt dieser dann doch jeden seiner Finger ab als ob er gerade ein feines Gourmethäppchen verschlungen hätte. Ich weiß nicht. Vielleicht bin ich da auch nur etwas penibel, aber Hände die Speisereste von der Straße kratzen lutsche ich nicht ab. Auch nicht die Eigenen.

Wrestling war schon immer bizarr.

So etwas wie eine Ausgeburt der Modernen Kunst in der Welt des Pro Wrestlings könnte Ken the Box sein.
Eine kleine Hintergrundgeschichte: in Japan gab es eine Liga namens Saitama Puroesu (SPWC), im Grunde so etwas wie eine Indy-Federation. Derart independent, dass man dort keinen Ring hat, sondern nur auf Matten kämpft. Main Eventer der Shows dieser Liga war Survival Tobita.
Tobita war so etwas wie ein moderner Monsterjäger. In jeder Show trifft er auf einen neuen „Monster“-Wrestler. Allerdings nicht solche der Marke Kane. Diese Kreaturen waren armselig angezogen und hatten schwachsinnige Hintergrundstories. Einer zum Beispiel hieß Education Mamagon, und Teil seines Wrestlingsstils war der, dass er Tobita während des Matches zwang, ein Buch zu lesen! Ein weiteres Monster war eben unser Ken hier.
Die, die es sich vielleicht fragen sollten: nein, in solch einem Outfit kann man sich nicht bewegen. Im Prinzip konnte Ken nur die Arme bewegen. Er war an einen Charakter aus dem Videospiel Tekken 3 angelehnt. Tekken 3 war jedoch nicht der Ursprung, dort „klaute“ man die Idee auch nur einer alten japanischen Legende.

If World War II Was an RTS

Dieser Text stammt von einer anderen Seite. Ich hab ihn einfach mal kopiert und hier eingefügt. Das Original findet Ihr unter http://www.allowe.com/Humor/book/If%20WW2%20Was%20an%20RTS.htm

If World War II had been an online Real Time Strategy game, the chat room traffic would have gone something like this…

*Hitler[AoE] has joined the game.*

*Eisenhower has joined the game.*

*paTTon has joined the game.*

*Churchill has joined the game.*

*benny-tow has joined the game.*

*T0J0 has joined the game.*

*Roosevelt has joined the game.*

*Stalin has joined the game.*

*deGaulle has joined the game.*

Roosevelt: hey sup

T0J0: y0

Stalin: hi

Churchill: hi

Hitler[AoE]: cool, i start with panzer tanks!

paTTon: lol more like panzy tanks

T0JO: lol

Roosevelt: o this fockin sucks i got a depression!

benny-tow: haha america sux

Stalin: hey hitler you dont fight me i dont fight u, cool?

Hitler[AoE]; sure whatever

Stalin: cool

deGaulle: **** Hitler rushed some1 help

Hitler[AoE]: lol byebye frenchy

Roosevelt: i dont got **** to help, sry

Churchill: wtf the luftwaffle is attacking me

Roosevelt: get antiair guns

Churchill: i cant afford them

benny-tow: u n00bs know what team talk is?

paTTon: stfu

Roosevelt: o yah hit the navajo button guys

deGaulle: eisenhower ur

worthless come help me quick

Eisenhower: i cant do **** til rosevelt gives me an army

paTTon: yah hurry the fock up

Churchill: d00d im getting pounded

deGaulle: this is fockin weak u guys suck

*deGaulle has left the game.*

Roosevelt: im gonna attack the axis k?

benny-tow: with what? Ur wheelchair?

benny-tow: lol did u mess up ur legs AND ur head?

Hitler[AoE]: ROFLMAO

T0J0: lol o no america im comin 4 u

Roosevelt: wtf! thats bullsh1t u fags im gunna kick ur asses

T0JO: not without ur harbors u wont! lol

Roosevelt: u little biotch ill get u

Hitler[AoE]: wtf

Hitler[AoE]: america hax, u had depression and now u got a huge fockin army

Hitler[AoE]: thats bullsh1t u hacker

Churchill: lol no more france for u hitler

Hitler[AoE]: tojo help me!

T0J0: wtf u want me to do, im on the other side of the world retard

Hitler[AoE]: fine ill clear you a path

Stalin: WTF u arsshoel! WE HAD A FoCKIN TRUCE

Hitler[AoE]: i changed my mind lol

benny-tow: haha

benny-tow: hey ur losing ur guys in africa im gonna need help in italy soon sum1

T0J0: o **** i cant help u i got my hands full

Hitler[AoE]: im 2 busy 2 help

Roosevelt: yah thats right ***** im comin for ya

Stalin: church help me

Churchill: like u helped me before? sure ill just sit here

Stalin: dont be an arss

Churchill: dont be a commie. oops too late

Eisenhower: LOL

benny-tow: hahahh oh sh1t help

Hitler: o man ur focked

paTTon: oh what now biotch

Roosevelt: whos the cripple now lol

*benny-tow has been eliminated.*

benny-tow: lame

Roosevelt: gj patton

paTTon: thnx

Hitler[AoE]: WTF eisenhower hax hes killing all my sh1t

Hitler[AoE]: quit u hacker so u dont ruin my record

Eisenhower: Nuts!

benny-tow: wtf that mean?

Eisenhower: meant to say nutsack lol finger slipped

paTTon: coming to get u hitler u paper hanging hun cocksocker

Stalin: rofl

T0J0: HAHAHHAA

Hitler[AoE]: u guys are fockin gay

Hitler[AoE]: ur never getting in my city

*Hitler[AoE] has been eliminated.*

benny-tow: OMG u noob you killed yourself

Eisenhower: ROFLOLOLOL

Stalin: OMG LMAO!

Hitler[AoE]: WTF i didnt click there omg this game blows

*Hitler[AoE] has left the game*

paTTon: hahahhah

T0J0: WTF my teammates are n00bs

benny-tow: shut up noob

Roosevelt: haha wut a moron

paTTon: wtf am i gunna do now?

Eisenhower: yah me too

T0J0: why dont u attack me o thats right u dont got no ships lololol

Eisenhower: fock u

paTTon: lemme go thru ur base commie

Stalin: go to hell lol

paTTon: fock this sh1t im goin afk

Eisenhower: yah this is gay

*Roosevelt has left the game.*

Hitler[AoE]: wtf?

Eisenhower: sh1t now we need some1 to join

*tru_m4n has joined the game.*

tru_m4n: hi all

T0J0: hey

Stalin: sup

Churchill: hi

tru_m4n: OMG OMG OMG i got all his stuff!

tru_m4n: NUKES! HOLY **** I GOT NUKES

Stalin: d00d gimmie some plz

tru_m4n: no way i only got like a couple

Stalin: omg dont be gay gimmie nuculer secrets

T0J0: wtf is nukes?

T0J0: holy ****holy****hoyl****!

*T0J0 has been eliminated.*

*The Allied team has won the game!*

Eisenhower: awesome!

Churchill: gg noobs no re

T0J0: that’s bull**** u fockin suck

*T0J0 has left the game.*

*Eisenhower has left the game.*

Stalin: next game im not going to be on ur team, u guys didnt help me for ****

Churchill: wutever, we didnt need ur help neway dumbarss

tru_m4n: l8r all

benny-tow: bye

Churchill: l8r

Stalin: fock u all

tru_m4n: shut up commie lol

*tru_m4n has left the game.*

benny-tow: lololol u commie

Churchill: ROFL

Churchill: bye commie

*Churchill has left the game.*

*benny-tow has left the game.*

Stalin: i hate u all fags

*Stalin has left the game.*

paTTon: lol no1 is left

paTTon: weeeee i got a jeep

*paTTon has been eliminated.*

paTTon: o sh1t!

*paTTon has left the game.*

Mühsamer Waldmann

Jeder kennt inzwischen die Verhörer rund um den weißen Neger Wumbaba oder die Misheard Lyrics bei YouTube, aber heute möchte ich mal zwei eigene Verhörer vorstellen.

Begonnen hat alles im Physikunterricht. Da gab es gute Schüler, schlechte Schüler und notorisch schlechte Schüler. Wenn jetzt Herr L. einen notorisch schlechten Schüler aufgerufen hat und dieser dann z.B. eine Sonnenfinsternis erklären sollte: „Ähh. Da sich ja die Sonne, ähhh, Erde um den Mond ähh die Sonne dreht, kann es passieren, dass ähh der Mond sich zwischen Erde und Sonne schiebt… weil ja der Mond sich ja um die Sonne…äh Mond, äh Erde dreht, also wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht kann es auf der erde zu einer ähh Mond- äh Sonnenfinsterniskommen, weil von der Erde aus der Mond die Sonne abdeckt.“

Als Kommentar von Herrn L. kam dann ein Satz, den ich lange Zeit so verstanden habe: „Naja, Mühsam nähert sich das Eichhörnchen.“

Warum Eichhörnchen? warum mühsam? Die sind doch eigentlich recht flink, wenn sie von Baum zu Baum rennen. Ich habe mir Leute vorgestellt, die mühsam versuchen ein Eichhörnchen anzulocken, so wie Herr L. mühsam versuchte eine Antwort aus dem Schüler rauszulocken. Schlechte Erklärung, aber ich konnte damit erstmal leben. Es hat wirklich einige Zeit gedauert bis  ich wieder auf diesen Satz stiess. Er stand diesmal aber geschrieben. „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen“ Achso! Nährt. Welch altertümlicher Asdruck. Warum nicht „ernährt“?

Das war nicht der einzige Verhörer dem ich lange Zeit folgte. Ich bin ja nicht gerade in der großen Stadt großgeworden, aber eben auch nicht auf dem Dorf. Hier gab es keine Bauern- oder Ponyhöfe, keine Pferde, keine Kühe, Dorfkneipen, Schützenvereine und eben Jäger.  Jäger sind ein Thema für sich. Nciht jeder mag sie, aber solange sie Tiere nicht zum Vergnügen, sondern eben aus naturschützlichen Gründen waldmännisch erlegen…

Waldmännisch? Sind Jäger Waldmänner? Klar sind sie das! Wo sonst sollen sie jagen? Aber heißt es wirklich waldmännisch? Vor kurzem bin ich da eines Besseren belehrt worden. Es heißt eben nicht waldmännsich, sondern weidmännisch. Es heißt auch nicht zum Gruße Waldmannsheil, sondern Weidmannsheil. So kann es kommen, wenn man Jäger höchstens aus dem Bilderbuch kennt und keiner in der Nähe ist, der es besser weiß.

Hab ihr auch nen Verhörer?

Ich mag moderne Namen nicht

Es ist mal wieder typisch. Da will jemand was und dann wird solange gequengelt bis nachgegeben wird. Diese ganzen Eltern, die ihren Kindern sowas wie Pumukl & co. antun gehören meiner Meinung nach in die Säureminen!
Dazu ganzen schrecklichen Namen wie Kevin, Jacqueline, John, Joel und Konsorten echt ne hässliche Mode wie Schulterpolster, Plateauschuhe und Neonhosenträger. Alle wollen sie haben, aber danach will es keiner mehr gewesen sein bzw. ihren Eltern tut es Leid. Was kommt als Nächstes? Wenn es so weiter geht, dann wird 2015 eine Klasse eingeschult, in welcher Bushido, Sido, Dickies, Scooter, Alicia Keys, Avatar, WoW, Black Jack, Poker und Hannah Montana dann mit Schultüten fotografiert werden.

Leute! Ich warne euch! Leute in hohen Positionen kennen inzwischen auch die 08/15-Achso modernen Namen.  Die kucken wirklich mehr als einmal auf Bewerbungen, wenn da ne gute Stelle frei ist. Die nehmen wirklich lieber einen Peter/Andreas/Christian/whatever als so einen Kevin/Leeroy/Luke/Dustin. Diese Namen haben echt was absolut „unterschichtiges“. Ich habe nichts gegen arme Menschen – ich habe etwas gegen dumme Menschen, die sich jedem Fucking-Trend beugen.

Ich verlange nicht, dass Jungs alte Namen wie Fritz, Helmut, Manfred oder Mädchen Erna, Anneliese und Magda heißen sollen – noch weniger verlange ich Mischformen, wo Tradition auf Moderne trifft wie bei Horst-Marvin oder John-Dieter. Es ist mal wieder ein typisch, deutsches Phänomenen, dass hier auftritt. Assoziierung von anderen Gesellschaften. Jetzt hole ich zu weit aus also assoziieren WIR doch mal:
Was fällt uns als Erstes bei den Namen Jacqueline oder Chantal ein? – Ich würde sagen, dass es sich wahrscheinlich um so einen Pseudonym/Pornonamen von ner Dame ist, die an Stangen tanzt.
Kevin? Natürlich die süße, kleine Kratzbürste von Kevin alleine zu Haus, aber leider sprechen viele scherzhafterweise „Keviiiin“.
Joel? -Billy Joel,
Luca? -Weder männlich noch weiblich, unfertiger Lucas,
Leon? Süßer Zeichentricklöwe – wird es im ernsten Leben eher schwer haben.
Die Liste ließe sich bestimmt beliebig fortfahren, aber ich mache hier mal langsam Schluss.

Wiglaf Droste sang einmal: „Wieso heißen plötzlich alle Oliver? Was in diesem Leben lief schief?“ Setzen Sie einmal einen „neumodischen“ Namen dort bitte ein und dieses Lied erreicht unerkannte Aktualität.

Leute! Liebt eure Kinder und gebt ihnen einen guten Namen, aber bitte keinen witzigen/auffälligen/modischen oder Gottweißwas für ne Bezeichnung.

passend dazu:

und