Muschi und die Kinder des Zorns auf dem Strafasteroiden

Heute bei der Arbeit musste ich zur Post. Auf dem Weg dahin liefen einer Mutter und ihr Kind hinter mir. Plötzlich hörte ich folgenden Satz, den ich zuerst nur zu 80% vortragen möchte, denn die Pointe sollte nicht so einfach verschleudert werden. Der Satz war folgender und wurde von der angeblichen Mutter gesprochen: “Du musst auch nach vorne gucken.” Reichlich unspektakulär, denkt man nun. Doch dann folgte ein Wort, welches mich als männliches Wesen und Millionenjahre langer Evolution doch zurückblicken ließ. Die Mutter sagte nämlich daraufhin “Muschi” Ich konnte mir einfach keinen Blick verkneifen, wahrscheinlich lag es an den Assoziationen, die man mit dem Wort verbindet. Ich drehte mich also um und sah wie ein kleines Kind gegen einen entgegenkommenden Mann gelaufen war. Doch dieses Kind war zu meiner Überraschung ein kleiner Junge. Zwei Gedanken schossen sofort durch meinen Kopf. 1. Wenn ich als kleiner Junge Muschi von meinen Eltern genannt worden wäre, hätte ich sie heute gehasst.  und 2. Geile Story. die muss auf die Titelseite. 

Das war aber noch nicht alles was auf dem Weg zur Post passierte. Als ich beim Wilhelmine Postel Haus, welches jetzt die VHS beherbergt, vorbei ging, da trat eine wunderschöne Frau heraus. Jedoch sollte sich diese Schönheit sofort selbst vernichten. Ich habe sie ungefähr 1 Sekunde gesehen und habe gedacht “Hmmm.” Aber dann holte sie aus und setzte sich selber einen dicken Gelben vor die Füße. Richtig mit: “RRRRZZZZ – PFFFT!” Urgs. In diesem moment dachte ich: Wäre ich ein intergalaktischer König würde ich diese Person sofort auf den Strafasteroiden Alpha – 9 – Beta als Sklavin im Bergwerk verbannen. Gedankenschänderin! Doch leider bin ich kein intergalaktischer König und konnte sie nur mit Nichtachtung strafen. Man möge sich mal vorstellen man wäre mit dieser Person irgendwann 20 Jahre verheiratet und sie bringt einem aus Freundlichkeit einen Joghurt aus dem Kühlschrank. Dann müsste man doch automatisch an den Moment denken, an welchem man sich kennen gelernt hat und fürchtet nun darum sie hätte vielleicht auch in dem Dargereichten einen dicken Gelben gesetzt. Pfui Spinne! Nicht für mich.

Als drittes passierte etwas im Geschäft. Eine Mutter mit ihren zwei Kindern betrat den Laden. Die Kinder sahen komisch aus. Sie sahen original aus wie die Kinder des Zorns. Oder waren es die Kinder aus “Die Stadt der Verdammten”? Ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich noch nie so unheimliche Kinder gesehen. Beide sahen fast gleich aus, waren blass, hatten einen absolut starren Blick, schwarze Zipfelmützen auf und futterten jeweils eine Laugenstange. Dabei hatten sie die Hände wie zum Gebet unter ihrem Kinn gehalten. Nicht ein Wort haben sie gesagt. Hätten sie was gesagt hätten sie wahrscheinlich eine Stimme wie Fürst Vigo. Ihr wisst schon. Fürst Vigo, die Geissel der Karpaten, das Leiden von Moldavia, der Schlächter von Siebenbürgen. Fürst Vigo aus Ghostbusters II.

Das war ein echt ereignisreicher Tag.

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