Es gibt neues von Edeka Frauen zu berichten. Gestern schlich ich dort durch die Gänge um irgendetwas Nahrhaftes zu ergattern. Mein Weg lenkte mich zu den Tiefkühltruhen und da fiel mir wieder die Story mit den „Puren Salamigeschmack“ wieder ein. Welche Marke war es? Nachsehen. Mhhh. Die Werbeschweine haben den Aufdruck entfernt. Feiglinge! Ich glaube es müsste die Ofenfrische gewesen sein. Haben da ein paar Werbefachleute meine Kritik gelesen? Naja Ich schaute mich trotzdem weiter nach etwas leckeren umzusehen. Da fand ich die quadratische Pizza von Freschetta. Man möge sich die Packung ansehen und die Werbefachleute doch wieder mal zum Teufel jagen. Denn oben rechts prangt ein „Super Schock Lecker“ Wo war der Hammer? Ich hätte ihn entweder auf die Pizza oder auf meinem Schädel fallen lassen. Doch nicht genug. Die große Pizza vom XXL Format für ganz hungrige hat ebenfalls einen solchen Aufdruck: „Voll Schock Lecker“ Ich mag eigentlich die XXL, aber den Aufdruck finde ich Absolut Schock Scheiße! Was soll denn dieses „Schock“ darin? Ein Schock ist eigentlich ein nicht gerade angenehmer Zustand und ein Schocker ist ein Film, in welchen unangenehme Sachen passieren. Warum nicht einen anderen negativen Zustand als Werbeträger nutzen? „Voll Übelst Lecker“ wäre eine Botschaft an Jugendliche, die etwas übelst finden, wenn sie etwas gut finden. Doch meine Beobachtungen sollten hier nicht enden. Es war eine eher unfreiwillige Beobachtung, die mich echt Nerven kostete. Ich trottete nach meinem Einkauf noch zur Zeitschriftenkasse um mir eine Schachtel Nil zu kaufen. Vor mir stand ein Ehepaar. <Kann ja nicht lang dauern> irrte ich mich und dann durfte ich auf folgendes warten:1. Der Mann lässt sich einen Lottoschein ausstellen, murmelt irgendwelche Zaubersprüche.
2. Jetzt möchte er noch ein Los von Bingo-Lotto.
3. Nicht genug er möchte auch noch bei der Ausspielung von Keno mitmachen.
4. Wieder irgendwelche Zaubersprüche gemurmelt
5. Er kauft sich noch ein Rubbellos.
6. Ich dachte, dass er jetzt endlich fertig wäre, da tritt seine Frau auf den Plan:
7. Die Gute kauft sich einen Lottoschein, brabbelt irgendwas mit Wochen und Zahlen.
8. Die Wurst kauft sich einen Bingo-Lotto Schein.
9. Mir platzt langsam der Kragen
10. Die Olle möchte auch mal bei Keno mitmachen. Gesagt – Getan.
11. Sie möchte kein Rubbellos, stattdessen sagt sie ihrem Kerl: „Zigaretten!“
12. Er: „Kann ich noch nen Kassenbon erstmal haben?“
13. Die Kassiererin tippselt auf der Kasse rum bekommt aber keinen Kassenbon weil „Da ja schon was zwischen sei“
14. Die Olle: „Kann ich denn noch meinen Kassenbon bekommen?“
15. Ich staube langsam ein und Spinnweben bilden sich zwischen mir und den anderen Wartenden.
16. Kassiererin gibt den Kassenbon.
17. Er: „Ich hätte dann noch ganz gerne 3 Schachteln Rothändle“
18. In Gedanken schlage ich meinen Kopf dreimal auf die Theke, hau dem Rentner, der wohl zuviel Zeit hat, seine 3 Rothändle aus der Hand und stumpe ihm den Kopf in das offene Rubbelfixlosglas.
19. Die Kassiererin wendet sich nun zu mir und ich bin noch in meinen Gewaltfantasien. Einen Moment lang wusste ich gar nicht warum ich eigentlich hier stehe und was ich eigentlich wollte.
20. Eine Schachtel Nil.
Warum hat der Kerl nicht gleich gesagt: „3x Rothändle, 2 x Lotto, 2x Keno, 2x Bingolotto, 1x Rubbellos 1x Kassenbon“ -Fertig Hätte das Rücksichtslosigkeitspäärchen doch dann zuhause auseinander dividieren können, wer was bezahlt. Nein es muss an der Kasse sein wenn sich hinter einem ein ungeduldiger, wütender Mob bildet. Genausogut könnte ich mit einem prallgefüllten Einkaufwagen mich Samstagsmorgens an die Kasse stellen und dann drum bitten alles einzeln zu bezahlen. Dann am besten noch zu wenig Geld dabei haben und zwischendurch mit Karte zahlen.
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