Ich hatte jedenfalls häufig das Gefühl, dass der exotische Name „Jan Kanjamal Ebn“ mir zustand, wenn meine Oma sagte: „Jan Kanjamal Ebn zur Buchhandlung Sund gehen und mir die Bunte kaufen.“, „Jan Kanjamal Ebn das Auto aus der Auffahrt rausfahren.“ oder „Jan Kanjamal Ebn zur Apotheke gehen.“
Jan Kanjamal Ebn hat seine Sachen immer geacht und er hat sie gern gemacht, denn schließlich sitzt Omas Trinkgeld so wie es auch das frisch gepflügte Erdreich eines Feldes ist nämlich locker. Und jetzt habe ich schon so lange keine News mehr geschrieben, so dass ich doch ziemlich eingerostet bin. Aber Jan Kanjamal Ebn! Woran liegt das? Ich glaube es ist diese schrecklich unkreative Schule. Da weiß man jeden Tag was auf einen zukommt und was ungefähr passieren wird. Es passieren auch keine ungewöhnlichen Sachen, sondern mit sitzt mit ca 25 anderen Mitleidern ein paar Stunden in einem Raum und lernt. Toll wäre es, wenn mal was ungewöhnliches passieren würde. Wenn zum Beispiel mal eine Frau anklopfen und nach einem Herrn Patschke fragen würde. Keiner wüsste eine Antwort, weil es niemanden an der Schule mit dem merkwürdig klingenden Namen Patschke geben würde. Die Frau würde die Tür wieder schließen und von Dannen ziehen.
Noch eine schöne Situation: Ich bin gerade in einen komplizierten Text vertieft und versuche komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Da ruft jemand draußen: „Haserl! Ich trage keine Shorts!“Ich blicke auf und versuche zu glauben, was ich da gerade gehört habe. Ein murmelndes, gedämpftes Gelächter wie Hohoho, huhuhu und höhöhö streift durch die Klasse, denn es will keiner sich bloß stellen und lauthals MUHARHAR! HASERL! HAR! HAR! lachen. Trotzdem ist dieser ominöse Haserl Thema Nummer 1 in der folgenden Pause.
Letzte Situation: Momentan steht ein Baugerüst an unserem Fenster. Was würde ich nicht drum geben, wenn mal in einer ruhigen Stunde folgendes passiert:
Der Lehrer sagt zur Klasse: „Schauen sie doch mal nach draußen und erzählen sie mir das Erste was Ihnen auffällt.“
In diesem Moment rollt ein großes Käserad krachend über das Geländer an den Fenstern und somit an den Blicken aller Klasseninsassen vorbei. Einer von den Bauarbeitern rennt hinterher und versucht das Käserad einzufangen.
Das wäre der buddhistische Moment der Vollkommenheit. Nun darf man ins Nirwana. Einen orientalischen Namen hab ich ja schon.
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