Folgenden Text habe ich aus purer Langeweile verfasst. Ich habe mir als Handlungsort den fiktiven, aber nicht unrealen Ort Taunstein an der Mühl ausgesucht.
Dieser Text hat eigentlich keinen weiteren Sinn. Er entsteht gerade aus einer Langeweile heraus. Woher ich diese etwas eigenwillige Überschrift „Lutheranisch-Protestantischer Jubeltag in Taunstein an der Mühl“ her habe? Ist mir einfach so eingefallen. Vielleicht aus der momentanen Sehnsucht nach einer einfachen, seichten Unterhaltung. Wenn diese Unterhaltung eben ein ein lutheranisch-protestantischer Jubeltag sein soll, dann sage ich nur: „Bitte schön.“ Doch leider findet mein eigener Lutheranisch-Protestantischer Jubeltag in Taunstein statt. Taunstein an der Mühl! Ein Ort, den es geben könnte, vielleicht sogar gibt, aber garantiert hat jeder sein eigenes Taunstein am der Mühl – ein inneres Taunstein an der Mühl.
Es ist der Ort, an dem man sich wünscht, wenn man sich einen Ort vorstellt der ein bisschen besser sein soll als der Momentane. Taunstein ist ein Ort der eigentlich eher konservative Biederkeit ausstrahlt. Gepflegte Rasen und Blumenbeete. Jedoch findet einmal im Jahr der beliebte Jubeltag der örtlichen Protestanten und Lutheraner statt. Es gibt die typischen Bierpilze, Blasmusik der örtlichen Musikfreunde und Kistenklettern für die Kinder. Es ist das einzige Fest dieses Ortes, welches eben explizit auf Taunstein zurückfällt. Dieses geistige, imaginäre Volksfest, achja, da wäre ich jetzt auch gerne; und wenn ich da nur ne überteuerte Bratwurstoder die lokale Spezialität namens „Kranser“ koste. Jetzt muss ich noch 20 Minuten totschlagen. In 20 Minuten kann man auch sämtliche Sehenswürdigkeiten des Ortes abklappern.
Da wäre die Kirche aus dem 17. Jahrhundert, der historische Brunnen am Markt, das Johanneshaus in welchem mal ein B- oder C-Promi des Barock namens Johannes wohnte. Dann ist da noch die Töpferei, die seit 1900 besteht und der Traditionsschlachter, der den sogenannten „Kranser“ noch von Hand macht.
Wir beenden nen langsam den Ausflug und kehren in der triste Realität zurück. Das Volksfestgemurmel wird leiser, die Blasmusik verstummt, die umkippenden Bierkisten der Kletterkinder schweigen.
Das Volksfest geht weiter, allerdings ohne uns. Eigentlich wollen wir auch gar nicht mehr hin, denn die 20 Minuten sind nun vorbei und so gut hat dieser „Kranser“ doch nicht geschmeckt. Ein wenig zu fad für meinen Geschmack.
Diesen Text kann man Live in meinem Notizblock erleben.
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